Pfarrei unterwegs - St. Urban & Burgrain
Bei schönstem Herbstwetter, am Samstag, 12. September, machte sich eine gut gelaunte Gruppe auf ins Luzerner Hinterland, genauer in die Gemeinde Pfaffnau. Um 9.00 Uhr trafen wir beim Kloster St. Urban ein und stärkten uns vor der Klosterführung in der Cafeteria. Diese gehört zur grössten psychiatrischen Klinik des Kantons Luzern, welche sich auf dem Klosterareal befindet.
Für die anschliessende Führung wurden wir auf zwei Gruppen aufgeteilt. Bereits vor dem Kircheneingang lernten wir einiges über die Architektur des Klosterplatzes und der Aussenhülle des Gebäudes. Im Innern der Klosterkirche ging die äusserst interessante Führung weiter. Wir staunten, wie der Architekt die optische Täuschung nutzte und so die Kirche mit Blick nach vorn länger und beim Hochaltar mit Blick zurück kürzer erscheinen lässt. Zudem wurde uns viel Hintergrundwissen und Symbolkraft der Statuen, Fenster und Gemälde wie auch deren Anordnung an Wand und Decke nähergebracht. Das weitgereiste Chorgestühl mit seinen filigranen und lebendigen Schnitzereien liess uns ein weiteres Mal staunen. Die Bibliothek wie auch der grosse Festsaal waren ebenfalls sehenswert. Nach 90 Minuten wurde dann der kurzweilige Rundgang vom wortgewandten und kompetenten Bernhard Minder beendet.
Anschliessend durften wir ein vorzügliches Mittagessen im gemütlichen Gartenrestaurant mit Blick auf die Klosterkirche St. Urban geniessen. Um 14.00 Uhr ging die Reise weiter und wir verliessen den Ort, an dem sich die Kantone Luzern, Bern und Aargau berühren, in Richtung Burgrain. Dort konnte man das landwirtschaftliche Museum mit den vielen alten Maschinen besichtigen, die Bienenausstellung im Nebengebäude besuchen oder Zeit im Hofladen oder dem Garten verbringen. Es hätte noch einiges mehr zu entdecken gegeben, doch der Chauffeur erwartete uns bereits wieder für die Rückfahrt ins Ägerital.
Petra Henggeler