Ostertage 2026 – Hoffnung, die trägt
Halleluja – Jesus lebt! Die Hoffnung ist stärker als die Dunkelheit und menschliches Leiden. Das durften wir über die Ostertage bei schönem, frühlingshaftem Wetter feiern.
Zum Auftakt der heiligen drei Tage wirkten am Abend des Hohen Donnerstags die Kinder der Erstkommunion mit ihren Familien und die Katechetinnen im Gottesdienst mit. Eine Einleitung zu den fünf Liebessprachen führte auf die Hingabe Jesu hin. Als Zeichen seiner Liebe zu seinen Freunden wusch er ihnen die Füsse und teilte sich im heiligen Brot mit den Worten: «Tut dies immer wieder zu meinem Gedächtnis.» In diesem Sinne wurden den Kindern und Eltern der Erstkommunion die Füsse gewaschen. Anschliessend fand die Eucharistie als Gedenken an das letzte Abendmahl und zur Verdeutlichung der Liebe Jesu statt.
Mit dem Lied «Bleibet hier und wachet mit mir» und dem Abräumen des Altars als Einleitung zum Karfreitag endete diese Feier eher trist. Anschliessend stand ein gemütliches Beisammensein bei einer festlichen Agape-Feier im Pfarreizentrum Hofstettli auf dem Programm.
Am Karfreitagmorgen fand zunächst ein Familienkreuzweg für Kinder mit schön illustrierten Stationen in der Pfarrkirche statt. Am Nachmittag, um 15 Uhr, dem klassischen Zeitpunkt von Jesu Sterben, begann die modernere Karfreitagsliturgie. Mit Texten und Impulsen zu verschiedenen Kreuzwegstationen sowie einer passenden Handlung wurden die Teilnehmenden auch auf das heutige Leid in unserem Leben und auf der Welt aufmerksam gemacht. Im Zentrum der Handlung stand dabei das Bild, das im letzten Jahr live während der Karfreitagsliturgie gemalt wurde. In Absprache mit der Künstlerin wurde es in diesem Jahr symbolisch erstochen, zerschnitten und schliesslich in kleine Stücke aufgeteilt. Als Andenken und als Zeichen der gegenseitigen Anteilnahme am Leid durften alle Anwesenden am Schluss ein Stück des Gemäldes mit nach Hause nehmen.
Am Abend des Karsamstags wurde draussen mit der gleichen Musik wie am Karfreitag – Vreni Rieder am Fagott und François Chabot an der Gitarre – die Auferstehung feierlich am Feuer zelebriert. Das kräftige Feuer nährte die Hoffnung, dass das Licht Gottes stärker ist als jegliche menschliche Dunkelheit.
Die neue Osterkerze wurde feierlich entzündet, das Licht weitergegeben und somit die österliche Hoffnung durch den Einzug in die dunkle Pfarrkirche getragen. Im Anschluss wurde die klassische Osternachtliturgie mit verschiedenen Lesungen, dem Evangelium, der Tauferneuerung und der Eucharistie gefeiert. Der Abend klang im Pfarreizentrum Hofstettli bei Eiertütschen und der Ostertombola der Ministrant:innen fröhlich aus.
Den Abschluss der Ostertage bildeten die feierlichen Messen am Sonntag um 9 Uhr in der Vituskirche Morgarten und um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche Oberägeri. Die Ostermesse in der Pfarrkirche wurde durch die Aufführung der Haydn-Messe vom Peter und Paul Chor mit Solist:innen und dem Ägeritalorchester musikalisch festlich gestaltet.
Herzlichen Dank für euren Einsatz – von der Musik über die Dekoration bis hin zum gemeinsamen Feiern über die Ostertage und dem Nähren der österlichen Hoffnung!
Mario Stöckli