Thomas Betschart

Hoffnungswort zu Christi Himmelfahrt

Religionstag 3. Oberstufe —  Unterwegs nach Einsiedeln<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>pfarrei-oberaegeri.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>146</div><div class='bid' style='display:none;'>2409</div><div class='usr' style='display:none;'>2</div>

Kurz vor seiner Heimkehr zum Vater schickt Jesus seine Jüngerinnen und Jünger auf den Weg. Sie sollen dafür sorgen, dass alle Menschen von Gottes froher Botschaft erfahren. Die so Gesendeten können fortan nicht mehr hinter dem Menschen Jesus hergehen. Sie haben den Auftrag, selber voranzugehen. «Ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt». Mit diesem Versprechen sendet Jesus sie aus, an seiner Stelle und für ihn zu gehen.

Der Auffahrtstag ist für viele in unserem Kanton verbunden mit Gehen, mit der Landeswallfahrt nach Einsiedeln. Seit Jahren lege ich diesen Weg am liebsten als Pilgerwanderung zurück. Wenn ich langsam gehe, habe ich mehr vom Weg. Dann geniesse ich dankbar das fröhliche Trällern des Buchfinks, den Duft frisch gemähter Wiesen, den ersten wärmenden Sonnenstrahl und das mächtige Glockengeläut der Klosterkirche, das die Gebete der Pilgernden zum Himmel trägt.

Unser Leben wird oft verglichen mit einer Pilgerwanderung. Manchmal erlaubt unser Lebensweg, leichten Schrittes und bei schöner Aussicht voranzugehen. Manchmal sind Lebensabschnitte auch schwer begehbar, anstrengend oder gefährlich. Und wenn das Gehen keine Freude mehr macht? Wenn das Atmen schwerer fällt, Gelenke schmerzen, die Kraft nachlässt, der Weg sich verliert? Vielleicht fragen wir uns dann, wofür wir überhaupt gehen. Kann es sein, dass wir dann einen inneren Weg gehen sollen, weil wir wie die Jüngerinnen und Jünger einen Auftrag, eine Sendung haben?
Für wen und wie auch immer wir unterwegs sind – Jesus geht mit uns bis zum letzten unserer Tage und bis ans Ende der Welt. Er schenkt uns die Kraft, Tag für Tag unsere äusseren und inneren Wege zu gehen.

Eva Maria Müller, Pfarreiseelsorgerin in Neuheim und Menzingen


Gott segne deinen Weg
die sicheren und die tastenden Schritte
die einsamen und die begleiteten
die großen und die kleinen
Gott segne dich auf deinem Weg
mit Atem über die nächste Biegung hinaus
mit unermüdlicher Hoffnung
die vom Ziel singt, das sie nicht sieht
mit dem Mut, stehenzubleiben
und der Kraft, weiterzugehen
Geh im Segen
und gesegnet bist du Segen
wirst du Segen
bist ein Segen
wohin dich der Weg auch führt.

Katja Süss
Bereitgestellt: 10.03.2020     Besuche: 3 heute, 50 Monat 
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